strategieKONTOR – Strategien für Veränderungsprozesse

20 Jahre strategieKONTOR

In diesen Tagen kann ich auf eine 20-jährige erfolgreiche Arbeit und eine spannende, gelungene Entwicklung des strategieKONTORs zurückblicken. Grundlagen für den Erfolg waren konsequente, mutige Entscheidungen zur beruflichen Tätigkeit und zum Lebensentwurf, sowie Offenheit für Veränderungen. Und so gibt es auch nach insgesamt 27 Berufsjahren und 20 Jahren als Freiberufler zum Jubiläum eine Neuausrichtung: seit Oktober biete ich unter dem Dach des strategieKONTORs auch psychologische Beratung / Personal Coaching zu Strategien für Veränderungsprozesse an.

Rückblick 1999 – 2019

Für den Start brauchte es Phantasie, Mut und Zuversicht, denn Vorbilder für die Geschäftsidee und den damit verbundenen Lebensentwurf gab es nicht. Angesichts der auch im Folgenden unsicher bleibenden und ständig wechselnden Rahmenbedingungen ist heute allein schon das Bestehen als kleines unabhängiges Planungs- und Beratungsbüro über diesen langen Zeitraum hinweg bemerkenswert. Aber die Tatsache, dass ich den Berufsweg als Freiberufler trotz damals nur schwer einzuschätzender Erfolgsaussichten gewagt habe und es mir zudem gelungen ist, ihn mit meinem Traum von einer Tätigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit und mit der Vorstellung von einem für alle Mitglieder glücklichen Familienleben zu vereinbaren, trägt ganz besonders dazu bei, dieses Jubiläum mit Freude und Stolz zu feiern.

Im Jahr 1999 hatte ich bereits Berufserfahrung als Angestellter in verschiedenen Ingenieur- und Planungsbüros gesammelt. Im Oktober kehrte ich nach zweijähriger Tätigkeit als Beigeordneter Sachverständiger (auch Junior Professional Officer – JPO genannt) bei der Delegation der Europäischen Kommission (heute EU-Delegation) in Litauen nach Deutschland zurück. Nach diesen intensiven und einschneidenden Erfahrungen war mir klar, dass meine berufliche Zukunft nicht in einem klassischen Stadtplanungsbüro liegt. Ich wollte die internationale Ausrichtung in meiner beruflichen Tätigkeit beibehalten: in der Entwicklungszusammenarbeit oder im Kontext der damals in die entscheidende Phase kommenden Vorbereitung der 12 EU-Beitrittskandidaten. Jedoch hatte ich nur eine vage Idee vom Berufsbild und von der Organisation einer solchen Erwerbstätigkeit. Ein Knackpunkt war, wie die anstehenden Kurz- und Langzeiteinsätze im Ausland mit der familiären Situation und den Vorstellungen von einem erfüllten Familienleben zu vereinbaren sein könnten. Mir war schnell bewusst, dass ich, um die Kontrolle über die berufliche Entwicklung und deren Vereinbarkeit mit der Familie gewährleisten zu können, am besten selbständig sein müsste.

Wahrlich keine leichte Entscheidung, doch das Ziel war formuliert: als Freiberufler ein kleines Raum-, Stadt- und Regionalplanungsbüro gründen, in Deutschland und im Ausland arbeiten, den Fokus auf Ost-, Mittel- und Südosteuropa – vor allem auf den EU-Erweiterungsprozess – legen, die Basis in Berlin oder Kleinmachnow aufbauen, die Familie in den Vordergrund rücken und so weit wie möglich einbeziehen.

Zwischen November und Dezember wurde die Geschäftsidee im Detail entwickelt, erfolgreich ein Gründungsdarlehen beantragt, und mit dem Jahreswechsel 1999 – 2000 ging das Start-up an den Start: das strategieKONTOR arbeitete fortan im Bereich Internationale Entwicklung – lokale und regionale Strategien.

Der Mut hat sich gelohnt.

Erste kleine Aufträge kamen schnell, später wurden auch größere Ausschreibungen gewonnen. Heute kann ich sagen: es hat funktioniert! Ich konnte und kann in unterschiedlichen Funktionen an vielfältigen Projekten europa- und weltweit mitwirken, wertvolle Erfahrungen sammeln. Es haben sich in 20 Jahren keine Routinen eingestellt. Es gelang, rechtzeitige Anpassungen der Aufstellung und thematischen Ausrichtung des strategieKONTORs vorzunehmen: 

  • vom Einzelbüro über eine auch physische Bürogemeinschaft hin zum virtuellen Netzwerk von Planern und Beratern unterschiedlichster Disziplinen; 
  • von der Fokussierung auf die EU-Beitrittsvorbereitungen und EU-Integration hin zu Planungs- und Governance-Themen weltweit; 
  • Erweiterung des Leistungsspektrums von Projektplanung, -management und -durchführung um Prüfung und Evaluierung von Programmen und Projekten der internationalen Zusammenarbeit;
  • Einbeziehung der Aspekte von, Institutionenaufbau, Organisationsentwicklung, Kapazitätsentwicklung (Training, Coaching) sowie Kommunikation.

Ich habe das Glück, mit einer Vielzahl unterschiedlicher, aber allesamt interessanter Auftraggeber zusammenarbeiten zu können, darunter die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die Deutsche Welle/ DW Akademie, politische Stiftungen sowie deutsche und internationale Behörden, Planungsbüros und Consultings. 

Es ist Teil meiner Philosophie, dass sich durch die parallele Bearbeitung von Fragestellungen zur internationalen Entwicklung und von Themen der Raum-, Regional- und Stadtplanung (lokale und regionale Strategien im globalen Kontext) diese Bearbeitungsprozesse gegenseitig befruchten. Durch immer neue, unterschiedliche Projekte findet eine permanente Weiterentwicklung der Fachkompetenz und gleichzeitig ein Ausbau der methodischen Kompetenz statt. Entsprechend den veränderten Aufgabenstellungen und Tätigkeitsbereichen – aber auch meinen Interessen folgend – entwickle ich meine fachlichen und methodischen Qualifikationen regelmäßig weiter, so z.B. im Bereich Friedens- und Konfliktforschung, Steuerung von Programmen und Projekten der internationalen Zusammenarbeit, Journalismus …

Im 20. Jahr des Bestehens erfolgte nun nochmals eine Neuausrichtung des strategieKONTORs im Sinne einer Ergänzung und Vervollständigung des Portfolios. Pünktlich zum Jubiläum habe ich eine Ausbildung als psychologischer Berater / Personal Coach erfolgreich abgeschlossen und damit meine Qualifikation abgerundet. Leistungen, die ich bislang ausschließlich im Ausland für Führungskräfte und Personal in internationalen Projekten erbracht habe, möchte ich nunmehr auch in Deutschland anbieten. 

Das bedeutet nicht, dass ich in Zukunft ausschließlich als psychologischer Berater arbeiten werde. Es bleibt ein wesentlicher Aspekt der Philosophie des strategieKONTORs – und nun auch meiner Haltung als Berater- , auf der Grundlage meiner Lebens- und nunmehr 27-jährigen Berufserfahrung, aus einer aktiven Arbeit in meinen Tätigkeitsfeldern, Interessenbereichen, aus der Auseinandersetzung mit Herausforderungen im Berufsleben (internationale Projekte, Reisen, Vereinbarkeit von Familie und Beruf) – kurz: durch die Teilnahme am Leben heraus – zu beraten und zu coachen. 

Ein Praxisraum in Kleinmachnow

Es sieht gut aus: ab November 2019 werde ich voraussichtlich zusätzlich an zwei Tagen pro Woche Beratungen in einem neuen Praxisraum in zentraler Lage in Kleinmachnow anbieten können. Weitere Informationen folgen, sobald der Vertrag unterschrieben ist!

Terminvereinbarungen sind ab sofort möglich! Abgesehen von Sitzungen im Praxisraum biete ich weitere Möglichkeiten, Beratungsgespräche durchzuführen. Dazu mehr hier.

Einsatz in Indien

Wegen eines schon lange geplanten Auslandseinsatzes in Indien kann ich in der Zeit vom 07. – 22.09.2019 keine Termine annehmen.