Regionale Kooperation auf dem Balkan

… ist wichtig! Aber wie kann sie (von aussen) effektiv und wirksam gefördert werden? Leider wurde diese Frage auch im Rahmen einer Missionsreise zur Evaluierung des GIZ-Regionalvorhabens “Ländliche Entwicklung durch Integriertes Wasser- und Waldmanagement auf dem Westlichen Balkan” nicht beantwortet.

Darüber hinaus lassen mich viele der Eindrücke und Erkenntnisse, die aus der Prüfung des Vorhabens und den Diskussionen zur Planung einer Folgemaßnahme gewonnen werden konnten, ratlos und irritiert zurück nach Deutschland kehren. Seit 20 Jahren arbeite ich auf dem Gebiet der EU-Integration und war in zahlreiche Projekte im Kontext der EU-Beitrittsprozesse in vielen Ländern beteiligt, seit 18 Jahren auch in Südosteuropa. Heute, im Jahr 2017, ist in den Ländern des Westbalkans (Serbien, Albanien, Montenegro, Mazedonien, Kosovo, Bosnien-Herzegowina) bestenfalls erschreckender Stillstand festzustellen. Das betrifft die Entwicklung in den einzelnen Ländern und das Zusammenleben der Bevölkerung dort, als auch die Kooperation der sechs Staaten untereinander. Das Maß an Fixierung auf nationale/ nationalistische Perspektiven und eine Abgrenzung gegenüber Europa durch das Einnahmen einer Opferrolle lassen kaum konstruktive politische Ansätze im Verhältnis zur EU als auch zu den Nachbarstaaten zu.

Beim Anblick der Brücke über die Drina stellt sich für mich heute die Frage, wofür sie ein Symbol – oder Omen – darstellt.

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Projektevaluierungen, Planung von Folgemaßnahmen und Prüfung von Neuvorhaben

Interessante Aufgaben stehen an! Im Südkaukasus, genauer gesagt in den drei Ländern Georgien, Armenien und Aserbaidschan, findet eine Projektevaluierung (PEV) der zwei GIZ-Vorhaben “Nachhaltige Bewirtschaftung der Biodiversität Südkaukasus” sowie “Integrierter Erosionsschutz in Gebirgslagen Südkaukasus” satt. Diese beiden Vorhaben laufen aus, jedoch sollen sie in neuer Form unter einem gemeinsamen Dach weitergeführt werden. Daher schließt sich an die Evaluierung die Planung einer Folgemaßnahme an.

Stefan Elsing ist Mitglied der Prüf- und Planungsmission und wird in erster Linie für die Bereiche Regionalentwicklung und Institutionenkooperation zuständig sein.

Des Weiteren wird ein geplantes Neuvorhaben zum „Integrierten nachhaltigen Küstenmanagement“ in Albanien geprüft. Hier ist Stefan Elsing Mitglied der Prüfmission (für die GIZ).

 

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