Orientierungshilfe „EU-Beitrittsverhandlungen“

In den letzten Monaten habe ich für die GIZ (für das EU-Integrationsvorhaben in Serbien) intensiv an der Erstellung einer Orientierungshilfe „EU-Beitrittsverhandlungen“ für eine effizientere und effektivere Planung und Durchführung von Vorhaben der Entwicklungszusammenarbeit in Ländern mit EU-Perspektive mitgewirkt. Im Ergebnis wird in den kommenden Wochen eine Broschüre mit Checkliste in Deutsch und Englisch veröffentlicht. Einen Link zur Online-Version werde ich dann an dieser Stelle einfügen!

Titel Orientation Guide

Regionale Kooperation auf dem Balkan

… ist wichtig! Aber wie kann sie (von aussen) effektiv und wirksam gefördert werden? Leider wurde diese Frage auch im Rahmen einer Missionsreise zur Evaluierung des GIZ-Regionalvorhabens “Ländliche Entwicklung durch Integriertes Wasser- und Waldmanagement auf dem Westlichen Balkan” nicht beantwortet.

Darüber hinaus lassen mich viele der Eindrücke und Erkenntnisse, die aus der Prüfung des Vorhabens und den Diskussionen zur Planung einer Folgemaßnahme gewonnen werden konnten, ratlos und irritiert zurück nach Deutschland kehren. Seit 20 Jahren arbeite ich auf dem Gebiet der EU-Integration und war in zahlreiche Projekte im Kontext der EU-Beitrittsprozesse in vielen Ländern beteiligt, seit 18 Jahren auch in Südosteuropa. Heute, im Jahr 2017, ist in den Ländern des Westbalkans (Serbien, Albanien, Montenegro, Mazedonien, Kosovo, Bosnien-Herzegowina) bestenfalls erschreckender Stillstand festzustellen. Das betrifft die Entwicklung in den einzelnen Ländern und das Zusammenleben der Bevölkerung dort, als auch die Kooperation der sechs Staaten untereinander. Das Maß an Fixierung auf nationale/ nationalistische Perspektiven und eine Abgrenzung gegenüber Europa durch das Einnahmen einer Opferrolle lassen kaum konstruktive politische Ansätze im Verhältnis zur EU als auch zu den Nachbarstaaten zu.

Beim Anblick der Brücke über die Drina stellt sich für mich heute die Frage, wofür sie ein Symbol – oder Omen – darstellt.

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Landwirtschaft und ländliche Entwicklung in Albanien

Ab der kommenden Woche werde ich als Leiter der Prüfmission zur Schlussevaluierung eines großen Vorhabens im Bereich Landwirtschaft und ländliche Entwicklung in Albanien tätig sein.

Albanien bereitet sich als EU-Beitrittskandidat auf die Verhandlungen zum gemeinsamen EU-Besitzstand und damit auf die Übernahme der Gemeinsamen Agrarpolitik vor. Von zentraler Bedeutung dafür ist das Instrument  für die Heranführungshilfe im Politikfeld Ländliche Entwicklung (Instrument for Pre-Accession – Rural Development, IPARD). Es bietet die Möglichkeit, die Wettbewerbsfähigkeit durch Investitionsförderungen zu stärken und den Lebensstandard im ländlichen Raum zu erhöhen.

Im Auftrag der Europäischen Kommission hat die GIZ ein großes Vorhaben durchgeführt, um die albanischen Partner zu beraten und zu unterstützen, IPARD eigenverantwortlich umsetzen zu können. Dieses Vorhaben wird nun evaluiert.